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Wie ich heute lebe....

 

 

Schön hatte es mich aus der Bahn geworfen, dieses Leben. Hineingeboren in eine Welt welche mich immer wieder über alle massen überfordert. Aufgewachsen im Arbeitergetto, katholische Erziehung, depressive Mutter, ohrfeigender überforderter Vater welcher nie Zeit hatte.

Doch die meisten Drogenerfahrenen kennen das ja.

Ich bin in einer Art Vorhölle aufgewachsen, ohne zu wissen dass man auch anders Leben kann. Meine Drogenkarriere war vorprogrammiert. Die Folgen sind absehbar. Es dauerte lange bis ich "aufwachte" und mein Leben und Denken umstellen konnte.

Ich konnte auch diversen religiösen Gruppen entwischen, welche so gerne ihre Schäflein unter den "Verletzten" rekrutieren um sie für ihre Zwecke zu verwenden. Sei also beruhigt wenn ich anfange von Gott zu sprechen, ich gehe in keine Kirche und werde mich auch nie wieder einer anschliessen. Ich zeige hier nur wie ich denke oder denken muss um in dieser Welt überleben zu können:


Meine Philosophie:

Ich diene nur Gott.
Nur ihm und sonst niemandem.
Bei allem was ich tue.
Ich richte meine Aufmerksamkeit auf Gott.
Er ist meine Orientierung.

Denn nur wenn ich ausschliesslich Gott diene, kann ich auf eine Art und Weise durch das Leben gehen welche möglichst wenig Leiden erzeugt. Wenn ich nur mir diene, oder nur den Anderen diene, bringt dies nicht so gute Resultate wie wenn ich Gott diene. Wenn ich mir und den Anderen diene, dies zerreisst mich, bringt nicht so gute Resultate wie wenn ich Gott diene.

Was dient Gott? Das was den gerechtfertigten Bedürfnissen aller sowie auch mir selber so weit als möglich gerecht wird. (Sicherheit, Nahrung, Wohnung, Anerkennung, Liebe, Freundschaft, Trost, Ruhe, Wertschätzung sind einige davon) Das ich erkenne das hinter allem was ein Mensch tut, sich ein "Ich brauche" verbirgt.
Nur wenn ich Gott diene, diene ich allen am besten, bin ich stärker, bin ich am wenigsten einsam, kann ich besser verstehen, kann ich nicht oder weniger besessen oder eingenommen werden von Menschen, Ideologien, Religionen, Organisationen und anderen Mächten.

Gott ist Geist. Gott kann alles sein.

Es ist nicht leicht zu lernen was Gott dient. Ich kann sagen, dass es Gott dient, wenn ich imstande bin Umstände zu schaffen worin Leiden minimiert oder geheilt werden kann. Doch ist es wesentlich komplexer. Manch einem Menschen darf man das kleine sichtbare Leiden nicht wegnehmen, denn dann würde das grosse versteckte Leiden, welches er damit im Zaume hielt, über ihn herfallen. Wenn Du also einem Menschen helfen willst, so achte darauf Umstände zu schaffen welche das grosse unsichtbare Leiden mildert, minimiert oder heilt. Dann wird das sichtbare Leiden von alleine verschwinden. Es wird von selbst heilen wenn das grosse versteckte Leiden gelöst ist.

Ich kann nur einem dienen. Alles andere zerreisst mich. Diene ich mir alleine, bläst sich mein Ego mit meiner Einsamkeit gleichermassen auf. Diene ich einer Gruppe, bläst mich das Gruppenego auf, oder stürzt mich nieder in tiefste verletzt oder Verlassenheit.

Diene ich ausschliesslich Gott, und nur ihm, bin ich mehr bewahrt vor solchen Gefahren. Kann besser meinen Teil zur Evolution in seinem Sinne beitragen. Ich denke nicht dass Gott möchte das ich mich für ihn Opfere oder für ihn Siege. Sondern ich denke dass er will dass ich für ihn Lebe. Dies scheint mir manchmal schwieriger zu sein als eine Opfer oder Siegerrolle. Gott zu dienen heisst für mich auch, mich selber gleichermassen zu lieben wie auch die anderen. Nicht weil es so verpönt oder verboten ist, sondern obwohl es so verpönt und verboten ist, sich selber zu lieben. Denn sich selbst niederzumachen, dient nicht Gott, weil es mein und der anderen Leben nicht wirklich reicher macht.

Gott zu dienen heisst das Recht zu haben auf den eigenen Weg, auf den dritten Klang im Leben. Denn der ist unabdingbar für die Entwicklung meines Menschseins. Denn nur Menschen welche sich entwickeln können, können besser ihr und der anderen Leben reicher machen.

Meine Aufmerksamkeit ist auf Gott gerichtet.

Auch wenn ich Ihn mal nicht fühle, nicht spüre oder nicht hören kann, so ist er doch immer da, und meine Aufmerksamkeit bei ihm.

Auch wenn ich manchmal nicht leben kann, was ich aber bereits denken kann, so sollte ich doch dankbar sein und die daraus hervorgehende Spannung annehmen. Viele können noch nicht einmal denken was sie Leben könnten. So ist es doch auch ein Trost, das ich wenigstens denken kann was ich noch nicht so leben kann wie es meinem Hunger gut tun würde.

Ich bin seit 15 Jahren runter von den Drogen. Ich wurde nie Rückfällig. Ich sehe ein Land welches gegenwärtig die Tabakraucher verhetzt, während ein drittel des Landes eigentlich ein Alkoholproblem hat. Die nächsten die dann drankommen, werden wohl die Übergewichtigen sein. Wie Dumm mir die Menschen manchmal vorkommen. Es scheint mir alles nur Symptombekämpfung zu sein, welches wohl in den meisten Fällen lediglich zu einer Symptomverschiebung führen wird. Und der Staat verdient ganz schön daran. Uebel diese art von Politik.

Ich halte Tabak, Alkohol und Drogen nicht für gefährlich. Das "warum" man es nimmt, das "wann" man es nimmt, die Dosis sowie die Dummheit, das fehlen von Bewusstsein, dort liegen die wirklichen Gefahren.

 

Mike www.streetwork.ch 11.02.2008 überarbeitet 7.11.2008

Publiziert von Beatus Gubler
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